Johannes

Unser Sohn Johannes ist am 18. September 2002 in der Hebammenpraxis Bühlau geboren. Johannes ist auf Grund eines Sauerstoffmangels während der Geburt mehrfach (d.h. geistig, körperlich und seelisch) schwerstbehindert. Nachdem wir uns in der  Schwangerschaft, während der Geburt und auch noch danach durch die Hebammenpraxis Bühlau gut betreut gefühlt haben, hatten wir später erhebliche Zweifel daran, dass Johannes‘ Geburtsbefund entgegen der Behauptungen der Hebammenpraxis ein
unvermeidlicher Unfall gewesen ist. Aus diesem Grund hatten wir für die Geburt ein medizinisches Gutachten erstellen lassen. Der Gutachter schreibt:

Zitat 1 Gutauchtenund weiter:

Zitat 2 Gutauchten

Mit anderen Worten: wären in der Hebammenpraxis keine elementaren Fehler gemacht worden, hätten wir sehr wahrscheinlich kein schwer behindertes Kind.

„Johannes wurde nach der Geburt durch eine Sonde ernährt, nach vielen Anstrengungen hat er essen gelernt. Wir wissen nicht, was er sieht, wie seine körperliche
und geistige Entwicklung weiter gehen wird. Trotz des schweren Geburtsbefundes von Johannes und der Enttäuschung, der Wut und der Traurigkeit, die mitunter in uns
aufsteigt, sind wir eine fröhliche kleine Familie. Wir versuchen, unseren Alltag so normal als möglich zu gestalten, unseren Optimismus zu behalten und realistisch in
die Zukunft zu schauen. Dabei erfahren wir dankbar die tätige Hilfe und den moralischen Beistand unserer Familien, unserer Freunde und Bekannten.“
Diesen Text habe ich vor 13 Jahren geschrieben. Damals haben wir oft gedacht: „Wenn er nur ein Jahr alt wird!“ Mittlerweile ist Johannes fast 14! Johannes hat noch drei
Geschwister, wir sind wirklich keine kleine Familie mehr.
Prognosen, Befunde, Therapiepläne begleiten uns. Heute liest sich schwere Zerebralparese fast lakonisch. Die Sonde für das Trinken – oder die Flüssigkeitsaufnahme- hat Johannes noch immer.

Für die Schwere seiner Behinderung – er ist bei sämtlichen Verrichtungen des täglichen Lebens kommplett auf Hilfe angewiesen – ist Johannes das, was wir uns so gewünscht haben: Ein fröhlicher Junge.

 

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